Da es keine schriftlich überlieferten Rezepte der Franken gibt, orientieren wir uns für unsere Ernährung an nachweisbaren Lebensmitteln aus der Merowingerzeit und kochen auch nach der bekannten Rezeptsammlung des Römers Marcus Gavius Apicus.

Im Reihengräberfeld von Westheim lassen sich in 34 Gräbern Speisebeigaben nachweisen. Hauptsächlich handelt es sich hierbei um Schwein, Rind und Huhn, aber auch um Schaf und Ziege. Obst und Gemüse haben sich leider nicht erhalten, genauso wenig wie Eier.

Ein eiserner Angelhaken aus einem der Gräber lässt zudem den Schluss zu, dass der Speiseplan der Westheimer Franken durch Fisch erweitert wurde.

Verschiedene Getreidearten lassen sich durch Funde in anderen Gräberfeldern, z.B. Igersheim, nachweisen. Dort fand man u. a. Roggen, Nacktweizen und Gerste. Auch Bohnenkraut, Senf, Kirschen und Feigen bleiben erhalten.

Funde aus dem fränkischen Raum des 6. und 7. Jahrhunderts belegen eine Fülle an unterschiedlichen Nahrungsmitteln. Beispielsweise Erbsen, Linsen, Bohnen, Kraut und Rüben, sowie Wildfrüchte wie Himbeeren, Brombeeren und Haselnüsse.